Echte Hits im Advent

„O wei, o wei – o Weihnachtszeit“ singt die A-cappella-Gruppe „6-Zylinder“ unnachahmlich im vertonten Kinderbuch „Der Schweihnachtsmann“. Als unsere Kinder klein waren, hat uns dieses Musical immer durch die Adventszeit begleitet. Ein echter „Schmarrn“- hilft doch ein Schwein als Weihnachtsmann aus und beschert die Kinder. Aber die Kleinen lieben solchen Unsinn, auch wegen der zahlreichen Lieder zum Mitsingen. „Plätzchen kommt von Platzen“ singen wir auch heute noch, wenn der erste Teller Selbstgebackenes auf dem Tisch steht und greifen dann kräftig zu.

„O wei“ bezieht sich aber auch auf die Hektik und die scheinbar ungebremste Betriebsamkeit, die sich im Advent entwickelt, der keine „staade Zeit“ mehr ist. Dazu gehört auch die omnipräsente Kaufhausberieselung à la „Jingle bells“, die das rege Klingeln der Registrierkassen wohl musikalisch untermalen soll.

Musik in der Adventszeit kann aber auch das Gegenteil sein, wie Veranstaltungen zeigen, die klassische Musik und auch Volksmusik in Kirchen und Säle bringen, die die Wartezeit auf Weihnachten bewußt machen und eine Auszeit aus der Hektik des Trubels bieten. Dazu gehören die zahlreichen Adventssingen im Landkreis, wie in Altomünster, Bergkirchen oder in Markt Indersdorf. Dazu gehört auch das Angebot des Volksmusikarchivs, das unter anderem auch Veranstaltungen zum aktiven Singen anbietet.

Hierzu zähle ich dieses Jahr auch ein besonderes Konzert, das am kommenden Freitag um 19.00 Uhr in der barocken Kirche St. Vitalis in Sigmertshausen stattfindet. Heinz Neumaier hat neue Lieder zur „Heiligen Nacht“ von Ludwig Thoma geschrieben. Sie werden von den Moosdorfegger Sängerinnen vorgetragen werden, musikalisch begleitet von der Gröbenbach Musi. Der Dachauer Claus Weber wird die Weihnachtsgeschichte in bairischen Dialekt vortragen. Die 1915 geschriebene Erzählung wurde schon oft gelesen und gehört schon traditionell zur Dachauer Adventszeit. In Sigmertshausen laden die Organisatoren ein, sie mit der von Heinz Neumaier komponierten Musik nochmals neu zu entdecken und zu erleben. Der Eintritt dazu ist frei. Spenden sind jedoch herzlich willkommen. Der Erlös wird dem Förderverein der Hofmarkkirche Schönbrunn zugute kommen, dessen (hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft)  sanierter Kirchenraum sich auch bestens für Konzerte eignen wird.

Ich freue mich auf ihren Besuch und ihre Unterstützung für eines der markantesten Denkmäler in unserem Landkreis!